19. Juni 2026
Lieferando-Provision und die 0-Prozent-Alternative: Bau deinen eigenen Kanal daneben auf
Lieferando ist im deutschsprachigen Raum der bekannteste Name fürs Online-Essensbestellen. Als Schaufenster für neue Kundschaft ist die Plattform stark, doch die Provision, die du bei jeder Bestellung zahlst, wird zu dem Posten, der am Saisonende beim Blick auf den Umsatz wehtut. Eine Provision im Bereich von 15 bis 35 Prozent pro Bestellung summiert sich in einem Betrieb mit 1.500 Bestellungen im Monat aufs Jahr gerechnet zu einer sechsstelligen Zahl. Die richtige Frage lautet hier nicht "Soll ich Lieferando verlassen?", sondern "Wie behalte ich das Schaufenster und baue daneben meinen eigenen provisionsfreien Kanal auf?"
Genau dafür gibt es RestApp. Es ersetzt die Plattform nicht, es arbeitet neben ihr. Lieferando bleibt als Schaufenster bestehen und bringt weiterhin neue Gäste; gleichzeitig öffnest du dieselbe Speisekarte unter deiner eigenen Marke auch auf deinem provisionsfreien Online-Bestellkanal. Bei jeder Bestellung, die über deine eigene Bestellseite, deine iOS/Android-App oder am Tisch per QR-Speisekarte hereinkommt, bleiben 100 Prozent des Betrags bei dir. In diesem Beitrag rechnen wir die Lieferando-Provision mit konkreten Zahlen durch und erklären Schritt für Schritt die 0-Prozent-Alternative, die du daneben aufbaust.
Wenn du die Logik hinter dem parallelen Betrieb beider Kanäle tiefer verstehen willst, ist der Beitrag Plattform vs. eigener Bestellkanal ein guter Einstieg. Für die technische Integrationsseite kannst du einen Blick auf die Seite Lieferando-Integration werfen.
Wie hoch ist die Lieferando-Provision wirklich?
Die Provision bei Lieferando ist keine einzelne feste Zahl. Je nach Kategorie deines Betriebs, dem Verpackungs- und Liefermodell und den Zusatzdiensten, die du buchst, liegt sie pro Bestellung etwa zwischen 15 und 35 Prozent. Kommen plattforminterne Werbung, Pakete für eine bessere Platzierung weiter oben und Kampagnenbeiträge hinzu, steigen die effektiven Kosten noch weiter. Von einer Bestellung über 20 Euro bleiben so schnell 3 bis 7 Euro bei der Plattform.
Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an. Stell dir ein mittelgroßes Restaurant mit Hausmannskost vor: durchschnittlicher Warenkorb 22 Euro, 1.500 Bestellungen im Monat, durchschnittliche effektive Provision 25 Prozent. Dieser Betrieb zahlt an Lieferando im Monat 22 × 1.500 × 0,25 = 8.250 Euro, im Jahr also rund 99.000 Euro Provision. Diese Zahl liegt nah am jährlichen Nettogewinn der meisten Betriebe.
Wichtiger Hinweis: Wir reden nicht davon, Lieferando abzuschalten. Das Schaufenster ist wertvoll. Der Punkt ist: Den Teil dieses 99.000-Euro-Provisionstopfes, den du in deinen eigenen provisionsfreien Kanal verlagern kannst, wandelst du direkt in Gewinn um. Die Details der Rechnung findest du Posten für Posten im Beitrag Lieferando-Provision vs. eigene Seite.
Die Plattform als Schaufenster, du als Kanal: die richtige Aufgabenteilung
Die größte Stärke von Lieferando ist, dass es dich Gästen zeigt, die dich noch gar nicht kennen. Wenn jemand "Pizza in meiner Nähe" sucht, ist es wertvoll, in der Liste aufzutauchen, und für diese Sichtbarkeit Provision zu zahlen, ergibt Sinn. Das Problem ist, dass derselbe Gast, der einmal bestellt hat, bei jeder weiteren Bestellung dieselbe Provision kostet. Dabei kennt dich dieser Gast inzwischen; um ihn in deinen provisionsfreien Kanal zu holen, musst du nicht weiter an die Plattform zahlen.
Die richtige Aufgabenteilung sieht so aus: Lieferando bleibt für die Neukundengewinnung. Wer zum ersten Mal kommt, probiert dich aus. Aber diesen Gast lenkst du bei der zweiten und dritten Bestellung auf deinen eigenen provisionsfreien Online-Bestellkanal. Kommt dieselbe Bestellung über 22 Euro über deine eigene Seite und App herein, werden keine 5,50 Euro Provision abgezogen; der gesamte Betrag bleibt bei dir. Die beiden Kanäle fressen sich nicht gegenseitig, sie ergänzen sich.
Warum dieser Ansatz funktioniert und welchen Gasttyp du wohin lenkst, haben wir im Beitrag Plattform vs. eigener Bestellkanal ausführlich behandelt. Kurzfassung: Überlass die Entdeckung der Plattform, die Treue deinem eigenen Kanal.
Woraus besteht dein eigener provisionsfreier Kanal?
Der Kanal, den du mit RestApp aufbaust, ruht auf drei Säulen. Die erste ist eine provisionsfreie Online-Bestellseite unter deiner eigenen Marke samt iOS/Android-App. Der Gast sucht den Namen deines Restaurants, landet in deinem eigenen Bereich, geht nicht zwischen anderen Restaurants verloren und sieht keine Werbung deiner Konkurrenz. Die zweite ist die QR-Speisekarte für den Tisch und das Abholgeschäft; der Gast scannt den QR-Code mit seinem Handy, sieht die Speisekarte und bestellt vom Tisch oder von zu Hause aus.
Die dritte Säule ist die Küchen- und Kassenseite: Mit der Bonierung und dem Cloud-POS landen eingehende Bestellungen direkt auf dem Bon, der Küchenbeleg wird gedruckt und dein Tagesabschlussbericht entsteht automatisch. Möchtest du online kassieren, schließt die Online-Zahlung das Inkasso ab, ohne an der Tür auf Bargeld zu warten. Bei allen Bestellungen aus diesem Kanal beträgt die Provision 0 Prozent.
Ein wichtiger Hinweis zur Ehrlichkeit: RestApp sammelt die Bestellungen von Lieferando nicht im eigenen Bildschirm und führt nicht zwei Plattformen in einem Panel zusammen. RestApp ist dein eigener, separater und provisionsfreier Kanal. Um die Einrichtung auszuprobieren, kannst du mit kostenlos testen starten und die Pakete auf der Seite Preise vergleichen.
Bei wem bleiben die Kundendaten? Der entscheidende Unterschied
Verkaufst du über die Plattform, bleiben Telefonnummer, Adresse, Bestellhistorie und E-Mail des Gastes bei der Plattform; du hast keinen Zugriff auf diese Daten. Das bedeutet: Wenn du eine Kampagne fahren, zum Geburtstag einen Rabatt schicken oder eine "Wir vermissen dich"-Nachricht senden willst, sind dir die Hände gebunden. Zwischen dir und dem Gast steht immer die Plattform.
In deinem eigenen Kanal kehrt sich das Bild um. Bestellt der Gast über deine Seite oder App, liegen seine Daten bei dir. Mit diesen Daten baust du ein Treue- und Promotionsprogramm auf, lässt Punkte sammeln, gibst Rabatt auf die zweite Bestellung und betreibst einen Kreislauf, der Stammgäste zurückholt. Genau diese direkte Beziehung ist das Einzige, was dir die Plattform nicht liefert.
Der konkrete Gegenwert dafür, die Daten zu besitzen, lautet: Einen Gast, der einmal in deinen eigenen Kanal gekommen ist, kannst du immer wieder zurückbringen, ohne jedes Mal Provision zu zahlen. Wenn dich interessiert, wie du den Treuekreislauf von Grund auf aufbaust, bietet der Beitrag Wie man ein Restaurant-Treueprogramm aufbaut einen praktischen Fahrplan.
Wie holst du den Gast von der Plattform in deinen eigenen Kanal?
Der Wechsel gelingt nicht mit Zwang, sondern mit kleinen Anstößen. Die wirksamste Methode ist, der Bestellverpackung eine QR-Karte beizulegen: Die Botschaft "Bestell beim nächsten Mal direkt bei uns, 10 Prozent Rabatt auf deine erste Bestellung" lenkt den Gast auf deine eigene digitale Speisekarte und Bestellseite. Die Plattform hat dir den neuen Gast gebracht; du lädst ihn mit der QR-Karte in deinen eigenen Kanal ein.
Die zweite Methode sind Bon und Rechnung: Drucke unter jeden Bon die Adresse deiner eigenen Bestellseite und einen Rabattcode. Die dritte ist die Treue: Vergib bei der zweiten Bestellung aus deinem eigenen Kanal Punkte und definiere bei der fünften Bestellung ein Gratisgetränk. Das Modul Treue und Promotionen verwaltet diese Kampagnen automatisch; du richtest die Regel nur einmal ein.
Die Mathematik dieser Verlagerung ist einfach: Jede 10 Prozent der Bestellungen, die du in deinen eigenen Kanal überträgst, wandelt im obigen Beispiel jährlich rund 9.900 Euro Provision direkt in Gewinn um. Das Schaufenster (Lieferando) bleibt stehen, aber dein Umsatz verlagert sich nach und nach in den provisionsfreien Kanal. Alle Schritte des Übergangs zum provisionsfreien System haben wir im Beitrag Leitfaden für ein provisionsfreies Online-Bestellsystem zusammengetragen.
Wie arbeiten die Lieferando-Integration und RestApp zusammen?
Auf der RestApp-Seite musst du Lieferando nicht abschalten. Auf der Seite Lieferando-Integration siehst du, wie du die Plattform in deinen Speisekarten- und Betriebsablauf einbindest. Stell es dir so vor: Lieferando ist das äußere Schaufenster, RestApp dein eigentliches Zuhause. Beide laufen parallel und bringen jeweils ihren eigenen Gasttyp.
In der Praxis gehen die meisten Betriebe so vor: Zuerst bauen sie ihren eigenen provisionsfreien Online-Bestellkanal auf, bereiten ihre Speisekarte und ihre QR-Speisekarte vor und verbinden mit Bonierung und Cloud-POS die Küche. Dann ziehen sie mit QR-Codes auf der Bestellverpackung und Hinweisen auf dem Bon Stammgäste nach und nach in ihren eigenen Kanal. Lieferando leert sich nicht, es bringt weiter neue Gäste; du rettest lediglich die Provision der treuen Gäste.
Der schnellste Weg zum Start ist, mit kostenlos testen ein Konto zu eröffnen und deine eigene Bestellseite einzurichten; deine Speisekarte hochzuladen und deinen QR-Code zu erstellen dauert keinen halben Tag. Für die Kostenplanung genügt es, das feste Monatsmodell auf der Seite Preise mit der variablen Plattformprovision zu vergleichen, die du heute zahlst.
Das Lieferando-Schaufenster und dein eigener provisionsfreier Kanal nebeneinander
Plattform (Lieferando)
- • Pro Bestellung etwa 15 bis 35 Prozent Provision
- • Du wirst auf derselben Seite wie deine Konkurrenten gelistet
- • Telefon, Adresse und Daten des Gastes bleiben bei der Plattform
- • Mit Werbe- und Top-Platzierungspaketen steigen die Kosten
- • Starkes Schaufenster für die Sichtbarkeit bei neuen Gästen
- • Auch beim treuen Gast wird bei jeder Bestellung Provision abgezogen
Dein eigener RestApp-Kanal
- 0 Prozent Provision bei Bestellungen aus deinem eigenen Kanal, 100 Prozent des Betrags bei dir
- Seite, iOS/Android-App und QR-Speisekarte unter deiner eigenen Marke
- Die Kundendaten liegen bei dir; du kannst Treue und Kampagnen aufbauen
- Feste monatliche Kosten, keine variable Provision pro Bestellung
- Arbeitet nicht anstelle der Plattform, sondern als separater Kanal daneben
- Stammgäste gewinnst du mit QR-Karte und Treue zurück
Wichtigste Punkte
- Die Lieferando-Provision liegt pro Bestellung im Bereich von 15 bis 35 Prozent; in einem Betrieb mit 1.500 Bestellungen im Monat erreicht die Jahresprovision eine sechsstellige Zahl.
- RestApp ersetzt die Plattform nicht, es arbeitet neben ihr: Lieferando bleibt als Schaufenster bestehen, du baust unter deiner eigenen Marke deinen separaten Kanal mit 0 Prozent Provision auf.
- Bei einer Bestellung aus deinem eigenen Kanal (Seite + App + QR) bleiben 100 Prozent des Betrags bei dir; auch die Kundendaten liegen bei dir, nicht bei der Plattform.
- Stammgäste holst du mit QR-Code auf der Bestellverpackung, Hinweisen auf dem Bon und Treuepunkten von der Plattform in deinen eigenen provisionsfreien Kanal.
- Jede 10 Prozent der Bestellungen, die du in deinen eigenen Kanal überträgst, bedeuten eine erhebliche Provisionsersparnis, die direkt zu Gewinn wird.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Prozent beträgt die Lieferando-Provision?+
Die Lieferando-Provision ist nicht fest; je nach Kategorie des Betriebs, Liefermodell und Zusatzdiensten liegt sie pro Bestellung etwa zwischen 15 und 35 Prozent. Kommen plattforminterne Werbung und Kampagnenbeiträge hinzu, steigen die effektiven Kosten noch weiter. Von einer Bestellung über 20 Euro können 3 bis 7 Euro bei der Plattform bleiben.
Ist RestApp eine provisionsfreie Alternative zu Lieferando?+
RestApp ist keine Plattform, die Lieferando ersetzt. Es ist ein dir gehörender, separater Kanal mit 0 Prozent Provision, der neben Lieferando arbeitet: deine Bestellseite unter eigener Marke, deine iOS/Android-App und deine QR-Speisekarte. Lieferando bleibt als Schaufenster bestehen, du holst Stammgäste in deinen eigenen provisionsfreien Kanal.
Sammelt RestApp die Lieferando-Bestellungen in meinem eigenen Bildschirm?+
Nein. RestApp sammelt die Bestellungen von Lieferando nicht in seinem POS oder Bildschirm und führt nicht zwei Plattformen in einem Panel zusammen. RestApp ist vollständig dein eigener, separater und provisionsfreier Bestellkanal. Bestellungen, die über deine eigene Seite, deine App und deine QR-Speisekarte hereinkommen, landen im Bonierungssystem von RestApp.
Muss ich Lieferando abschalten?+
Nein, das musst du nicht, und wir empfehlen es nicht. Lieferando ist ein wertvolles Schaufenster für die Sichtbarkeit bei neuen Gästen. Die Logik ist, das Schaufenster zu behalten und daneben deinen eigenen provisionsfreien Kanal aufzubauen und Stammgäste nach und nach in diesen Kanal zu verlagern. Beide Kanäle laufen parallel.
Wie hole ich den Gast in meinen eigenen Kanal?+
Die wirksamsten Methoden sind, der Bestellverpackung eine QR-Karte beizulegen, auf den Bon die Adresse deiner eigenen Bestellseite und einen Rabattcode zu drucken und Bestellungen aus deinem eigenen Kanal mit Treuepunkten zu belohnen. Die Plattform bringt den neuen Gast; du lädst ihn mit diesen Anstößen bei der zweiten Bestellung in deinen eigenen provisionsfreien Kanal ein.
Zahlen Sie keine Provision mehr auf Ihre Bestellungen
Starten Sie Ihr eigenes provisionsfreies Online-Bestellsystem mit RestApp.