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10. Juni 2026

Abhängigkeit von Lieferplattformen reduzieren: Marktplatz für Sichtbarkeit, eigenen Kanal für den Gewinn nutzen

Lieferplattformen können das Schaufenster deines Restaurants sein, aber sie sollten nicht deine Kasse sein. Lieferando, Uber Eats und Wolt nehmen pro Bestellung im Schnitt zwischen 15 und 35 Prozent Provision. Ein Restaurant, das seinen gesamten Umsatz über den Marktplatz abwickelt, zahlt im Laufe eines Jahres schnell einen fünf- bis sechsstelligen Betrag allein an Provision. Dieser Beitrag zeigt einen konkreten Weg, diese Abhängigkeit zu verringern: Nutze den Marktplatz, um neue Gäste das erste Mal zu erreichen, und hole die zweite Bestellung auf deinen provisionsfreien eigenen Kanal.

Räumen wir zuerst ein Missverständnis aus dem Weg. Es geht hier nicht um ein System, das alle Bestellungen auf einem Bildschirm zusammenführt. RestApp zieht Marktplatz-Bestellungen nicht in dein eigenes Panel und bündelt sie auch nicht. Die Strategie ist eine ganz andere: Der Marktplatz bleibt an seinem Platz, auf seinem eigenen Bildschirm. Du baust daneben einen separaten Verkaufskanal auf, der unter deiner eigenen Marke läuft. Deine eigene Bestellseite, deine App und dein QR-Menü werden dein Spielfeld, und die Kundendaten bleiben dort bei dir.

Die Logik ist einfach. Der Marktplatz bringt dir neue Gäste, die du sonst schwer erreichen würdest. Der Preis dafür ist die Provision. Aber wenn derselbe Gast zum zweiten, fünften, zehnten Mal bestellt, gibt es keinen Grund, jedes Mal wieder diese Provision zu zahlen. In diesem Beitrag, der den Marktplatz mit deinem eigenen Bestellkanal vergleicht, siehst du, wie du Stammkunden Schritt für Schritt auf deine Seite holst, wie viel Provision du auf welcher Plattform zahlst und wo ein provisionsfreies Online-Bestellsystem in dieser Rechnung steht.

Wie viel von deinem Umsatz frisst die Marktplatz-Provision: die echten Zahlen

Als Prozentsatz klingt die Provision harmlos. Rechnet man sie auf das Jahr hoch, ändert sich das Bild. Nehmen wir einen Burgerladen, der über Lieferando rund 1.000 Bestellungen im Monat erhält, bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 25 Euro. Das ergibt 25.000 Euro Umsatz im Monat. Bei einer Provision von 25 Prozent gehen dem Restaurant monatlich 6.250 Euro und im Jahr 75.000 Euro durch die Lappen. In dieser Zahl sind Servicegebühren, Kampagnen-Beteiligungen und Kartengebühren noch gar nicht enthalten.

Auch zwischen den Plattformen gibt es Unterschiede bei den Sätzen. Bei Lieferando kann die Provision je nach Paket zwischen 14 und 30 Prozent schwanken, Wolt und Uber Eats bewegen sich in ähnlichen Bändern. Welche Provisionsstruktur jede Plattform genau hat, lässt sich anhand der Vergleiche auf den Seiten zur Lieferando-Integration, zur Wolt-Integration und zur Uber-Eats-Integration mit konkreten Zahlen nachvollziehen.

Besonders ärgerlich ist Folgendes: Schlägst du die Provision auf den Preis, wird dein Menü auf dem Marktplatz teurer. Lässt du sie weg, schrumpft deine Marge. Beide Wege gehen zu deinen Lasten. Die Analyse, die die Provision von Lieferando und Wolt mit deiner eigenen Seite vergleicht, zeigt klar, dass der einzige Ausweg aus dieser Zange dein eigener, provisionsfreier Kanal ist.

Warum Abhängigkeit gefährlich ist: die Kundendaten gehören nicht dir

Die Provision sind die sichtbaren Kosten. Die unsichtbaren Kosten sind die Daten. Bei einer Bestellung über den Marktplatz bleiben Telefonnummer, Adresse, Bestellhistorie und Vorlieben des Gastes auf der Plattform. Als Restaurant kannst du diesen Gast nicht direkt erreichen. Du kannst keine Kampagne starten, damit er erneut bestellt, kannst ihm zum Geburtstag keinen Rabatt schicken und kein 'Drei Wochen her, wir vermissen dich' senden. Der Gast gehört nicht dir, sondern der Plattform.

Das macht ein Restaurant verwundbar. Wenn die Plattform die Provision erhöht, dich in den Suchergebnissen nach hinten schiebt oder einem Konkurrenten ein besseres Ranking gibt, hast du kein Druckmittel in der Hand. Denn die einzige Brücke zwischen dir und dem Gast ist diese Plattform. Hast du deinen eigenen Kanal, bleiben die Kundendaten bei dir, und mit Treue- und Promotion-Tools gewinnst du diesen Gast immer wieder zurück, ohne Provision zu zahlen.

Genau das ist der Kern einer Mehrkanal-Strategie. Der Marktplatz ist eine Werbetafel für neue Gäste, und das ist nicht schlecht. Aber solange du die Person, die über diese Werbetafel kommt, nicht in deine eigene Kundenliste überführst, zahlst du Monat für Monat Provision für dieselbe Person. Das Ziel ist nicht, den Marktplatz abzuschalten, sondern den Gast, der von dort kommt, dauerhaft auf deine Seite zu holen.

Die Strategie: Marktplatz für Sichtbarkeit, eigener Kanal für den Gewinn

Der richtige Aufbau hat drei Ebenen. Die erste Ebene ist der Marktplatz, und er hat genau eine Aufgabe: Menschen sichtbar werden, die dich noch nicht kennen. Das kann er gut, also lass ihn das tun. Die zweite Ebene ist dein eigener Kanal unter deiner Marke. Hier kommen deine eigene Bestellseite, deine iOS/Android-App und dein digitales QR-Menü ins Spiel. Die dritte Ebene ist die Brücke: der Anreiz, der den Gast vom Marktplatz auf deinen eigenen Kanal holt.

Entscheidend ist hier die Ehrlichkeit. RestApp tritt nicht an die Stelle des Marktplatzes und führt dessen Bestellungen nicht auf deinem Bildschirm zusammen. RestApp ist ein separater Kanal neben dem Marktplatz, der dir gehört und 0 Prozent Provision kostet. Bei einer Bestellung über deinen eigenen Kanal bleibt der gesamte Betrag bei dir, es geht kein Anteil an die Plattform. Der Beitrag zu provisionsfreiem Online-Bestellen für Restaurants erklärt Schritt für Schritt, wie dieser Kanal aufgebaut wird.

Die Rechnung ist einfach: Bleiben alle 1.000 Bestellungen auf dem Marktplatz, zahlst du im Jahr einen hohen fünfstelligen Betrag an Provision. Holst du nur die Hälfte davon auf deinen eigenen Kanal, halbiert sich deine Provisionslast. In drei Monaten ein Viertel und in sechs Monaten die Hälfte zu überführen, ist ein realistisches Ziel. Mit dem kostenlosen Test des provisionsfreien Kanals kannst du diesen Übergang ohne Risiko ausprobieren.

Konkrete Wege, um Stammkunden auf deinen eigenen Kanal zu holen

Theorie ist schön, die eigentliche Arbeit steckt in der Umsetzung. Lege in den Karton, der mit der Marktplatz-Bestellung mitgeht, eine kleine QR-Karte: 'Bei deiner nächsten Bestellung 10 Prozent Rabatt, wenn du direkt bei uns bestellst.' Scannt der Gast diesen QR-Code, landet er auf deinem digitalen Menü und deiner Bestellseite, und die Provision dazwischen fällt weg. Drucke deine eigene Webadresse unten auf den Beleg. Klebe einen Sticker auf die Liefertüte.

Der zweite Schritt ist der Anreiz. Gib der ersten Bestellung über deinen eigenen Kanal einen klaren Vorteil: ein Getränk gratis, kostenlose Lieferung oder Willkommenspunkte. Diese kleine Geste, die für den Gast einen Unterschied macht, liegt für dich weit unter der Marktplatz-Provision. Ein Gast, der einmal über deinen eigenen Kanal bestellt hat, lässt sich mit deinem Treueprogramm binden, weil Telefonnummer und Adresse jetzt bei dir liegen.

Der dritte Schritt ist Einfachheit. Über deinen eigenen Kanal zu bestellen darf nicht schwerer sein als über den Marktplatz. Mit der Integration für Online-Zahlung zahlt der Gast mit einem Tipp per Karte, und deine App merkt sich Adresse und Kartendaten. Je geringer die Reibung, desto unwahrscheinlicher kehrt der Stammkunde zum Marktplatz zurück.

Die Küchenseite: eine Operation, viele Kanäle

Mehrkanal heißt nicht mehr Arbeit, wenn es richtig aufgesetzt ist. Die Marktplatz-Bestellung läuft weiterhin über das jeweilige Tablet ein, das bleibt so. Die Bestellung über deinen eigenen Kanal landet dagegen in deinem cloudbasierten Kassen- und EPOS-System. Die Küche fährt diese beiden Abläufe parallel, und das Personal bereitet die Bestellung aus deinem eigenen Kanal genauso zu wie eine Marktplatz-Bestellung.

Der Gewinn liegt darin, dass die Bestellungen aus deinem eigenen Kanal in deine eigenen Kassendaten einfließen. Welches Produkt wie oft verkauft wird, welche Stunde stark ist, welcher Gast wie häufig kommt: Diese Auswertungen hast du in deinem eigenen Kanal in der Hand. Auf dem Marktplatz hast du nur begrenzten Zugriff auf diese Daten. Je größer die Seite mit Kasse und Cloud-POS wird, desto mehr triffst du Menüentscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis von Daten.

Auch Menü-Updates werden von einer Stelle aus verwaltet. Änderst du in deinem eigenen digitalen QR-Menü den Preis eines Produkts, aktualisieren sich Seite und App sofort. Gedruckte Karte, Tisch-QR und Online-Bestellung speisen sich aus derselben Quelle. Die Zahl der Kanäle wächst, ohne dass die operative Last steigt.

Übergangsplan für die ersten 90 Tage und Kostenvergleich

Plane den Übergang nicht in einem Tag, sondern über drei Monate. Erste 30 Tage: Baue deinen eigenen Kanal auf, übertrage das Menü, binde die Zahlungsinfrastruktur an und lass die QR-Karten für den Karton drucken. Zweite 30 Tage: Lege jeder Lieferung die QR-Karte und einen Beleg-Hinweis bei und starte den Anreiz für die erste Bestellung. Dritte 30 Tage: Beginne, die über deinen eigenen Kanal gewonnenen Gäste mit dem Treueprogramm zu binden, und miss die Quote.

Die Kostenseite überrascht die meisten Restaurantbetreiber. Die Marktplatz-Provision ist ein Prozentsatz deines Umsatzes. Je mehr der Umsatz wächst, desto höher die Provision, eine Obergrenze gibt es nicht. Dein eigener Kanal arbeitet dagegen mit einem festen, planbaren Abo-Modell, ohne Provision pro Bestellung. Was dieser Unterschied für ein Restaurant mit hoher monatlicher Provision bedeutet, siehst du mit konkreten Zahlen auf der Preisseite.

Das realistische Ziel: Am Ende der ersten 90 Tage 20 bis 30 Prozent der Bestellungen auf deinen eigenen, provisionsfreien Kanal zu holen. Schon diese Quote senkt deine jährliche Provisionslast deutlich und bringt die Kundendaten nach und nach auf deine Seite. Um ohne Risiko zu starten, kannst du mit dem kostenlosen Test deinen eigenen Kanal aufsetzen und die ersten Bestellungen sehen.

Marktplatz oder eigener Kanal: gleicher Gast, anderes Ergebnis

Marktplatz (Lieferando / Uber Eats / Wolt)

  • 15 bis 35 Prozent Provision pro Bestellung, steigt mit wachsendem Umsatz
  • Kundendaten (Telefon, Adresse, Historie) bleiben auf der Plattform und erreichen dich nicht
  • Du wirst auf derselben Seite wie deine Konkurrenten gelistet, bei Preis und Kampagne in der Zange
  • Regeln für Provision, Ranking und Hervorhebung können einseitig geändert werden
  • Du kannst Stammkunden keine direkte Kampagne oder Treueaktion anbieten
  • Liefert ein starkes Schaufenster für die Sichtbarkeit bei neuen Gästen

RestApp eigener Kanal (Seite + App + QR)

  • 0 Prozent Provision pro Bestellung, 100 Prozent des Betrags bleiben bei dir
  • Kundendaten liegen bei dir: mit Telefon, Adresse und Bestellhistorie erreichst du den Gast erneut
  • Deine eigene Marke, deine eigene Seite, du stehst nicht in derselben Liste wie die Konkurrenz
  • Entscheidungen zu Preis, Kampagne und Treue liegen vollständig in deiner Hand
  • Wird mit Online-Zahlung und Cloud-Kasse/EPOS in einer Operation verwaltet
  • Tritt nicht an die Stelle des Marktplatzes, sondern läuft als separater, dir gehörender Kanal daneben

Wichtigste Punkte

  • Die Marktplatz-Provision liegt im Band von 15 bis 35 Prozent. Bei 25.000 Euro Monatsumsatz bedeutet das Kosten von bis zu 75.000 Euro im Jahr.
  • RestApp sammelt oder bündelt Marktplatz-Bestellungen nicht. Es ist ein separater, dir gehörender Kanal mit 0 Prozent Provision, der neben dem Marktplatz läuft.
  • Nutze den Marktplatz für die Sichtbarkeit bei neuen Gästen. Hole Stammkunden mit QR-Karte im Karton, Beleg-Hinweis und einem Anreiz für die erste Bestellung auf deinen eigenen Kanal.
  • In deinem eigenen Kanal bleiben die Kundendaten (Telefon, Adresse, Bestellhistorie) bei dir. Mit einem Treueprogramm gewinnst du den Gast ohne Provision zurück.
  • Ein realistisches 90-Tage-Ziel ist, 20 bis 30 Prozent der Bestellungen auf den eigenen, provisionsfreien Kanal zu holen. Schon das senkt die jährliche Provisionslast deutlich.

Häufig gestellte Fragen

Sammelt und bündelt RestApp meine Marktplatz-Bestellungen in einem Panel?+

Nein. RestApp zieht Bestellungen vom Marktplatz (Lieferando, Uber Eats, Wolt) nicht auf deinen Bildschirm, sammelt sie nicht und bündelt sie nicht. RestApp ist ein separater Verkaufskanal, der vollständig dir gehört und 0 Prozent Provision kostet: deine eigene Bestellseite, deine mobile App und dein digitales QR-Menü. Der Marktplatz bleibt an seinem Platz, auf seinem eigenen Tablet.

Muss ich den Marktplatz komplett abschalten?+

Nein, das empfehlen wir nicht. Der Marktplatz macht dich für neue Gäste sichtbar, die dich noch nicht kennen, und das ist wertvoll. Die Strategie ist, den Marktplatz für die Sichtbarkeit offen zu halten, aber Stammkunden Schritt für Schritt auf deinen eigenen, provisionsfreien Kanal zu holen. Beides läuft nebeneinander.

Wie hole ich Stammkunden auf meinen eigenen Kanal?+

Konkrete Wege: Lege eine QR-Karte mit dem Hinweis 'Rabatt bei der nächsten Bestellung' in den Karton, drucke deine eigene Webadresse auf den Beleg, gib der ersten Bestellung über deinen Kanal einen Anreiz (Gratis-Getränk, Lieferung oder Willkommenspunkte) und binde den Gast, sobald er einmal da war, mit einem Treueprogramm. Die Daten des Gastes liegen dann bei dir.

Wie viel Provision zahle ich für eine Bestellung über meinen eigenen Kanal?+

Für eine Bestellung über deinen eigenen RestApp-Kanal fällt keine Provision pro Bestellung an, 100 Prozent des Betrags bleiben bei dir. Das System arbeitet mit einem festen, planbaren Abo-Modell. Auf dem Marktplatz dagegen fallen pro Bestellung 15 bis 35 Prozent Provision an, und sie steigt, je mehr der Umsatz wächst.

Erhöht das Verwalten mehrerer Kanäle die Arbeitslast in der Küche?+

Bei richtigem Aufbau nein. Die Marktplatz-Bestellung läuft weiterhin über das eigene Tablet ein. Die Bestellung über deinen eigenen Kanal landet im Cloud-Kassen-/EPOS-System, und das Personal bereitet sie im selben Ablauf zu. Menü-Updates werden von einer Stelle aus gemacht, Seite, App und QR-Menü speisen sich aus derselben Quelle.

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